Tag der offenen Tür: Ihr Herz im Mittelpunkt am 29.09.2009
Ihre Leistungen präsentieren die Herz-Spezialisten des LKH Klagenfurt – Nuklearmedizin, 2. Medizinische Abteilung, Institut f. Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie - im Rahmen eines Tages der offenen Tür.
Erkrankungen des Herz/Kreislaufsystems nehmen seit Jahren stetig zu. Hauptursache dafür ist unser Lebensstil: Rauchen, falsche Ernährung, zu wenig Bewegung und Bluthochdruck. Demzufolge steigen auch die Eingriffe am Herzen. Die gute Nachricht: durch moderne Diagnosemethoden und schonende Eingriffe kann die Lebensqualität der Patienten bis ins hohe Alter erhalten werden.
Abklärung von Herzerkrankungen mit modernen bildgebenden Verfahren
Die Abteilung für Nuklearmedizin und Endokrinologie bietet mit der Myokard-Szintigrafie eine schonende Untersuchungsmethode für Herzpatienten. „Bei uns werden Patienten untersucht, die möglicherweise eine koronare Herzerkrankung aufweisen und bei denen entweder kein Belastungs-EKG durchgeführt werden kann oder dieses nicht aussagekräftig ist“, erklärt Univ.-Doz. Dr. Hans-Jürgen Gallowitsch, supplierender Leiter der Abteilung. Ebenfalls an die Nuklearmedizin kommen Patienten, die bereits eine bekannte Verengung der Herzkranzgefäße aufweisen deren Auswirkung auf die Durchblutung des Herzens fraglich ist. „Eine wirksame Verengung kann dann vom Kardiologen aufgedehnt und mit einem Stent versorgt werden.“
Am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie können mit dem Coronar-CT und dem Coronar-MR unklare Herzbeschwerden präzisiert werden. „Im CT können wir eine mögliche Engstelle der Herzkranzgefäße auf eine schonende Weise ausschließen und sehen an den detaillierten Bildern die Ursache einer möglichen Minderdurchblutung“, so Primarius Univ.-Doz. Dr. Klaus Hausegger. Mit dem Coronar-MR kann ergänzend zum Ultraschall und ohne Strahlenbelastung der Herzmuskel selbst bzw. Narben nach Herzinfarkten beurteilt werden.
Versorgung im Herzkatheterlabor
Im Herzkatheterlabor der 2. Medizinischen Abteilung können bei Patienten mit Herzbeschwerden aufgrund von Gefäßverengungen mittels Ausdehnung (Stent) sowohl Beschwerden und als auch Lebenserwartung verbessert werden.
Bei einem Herzinfarkt ist der Zeitfaktor entscheidend. Unmittelbare Hilfe bekommen Patienten im Herzkatheterlabor, das rund um die Uhr besetzt ist. „Das verstopfte Gefäß wird über einen Zugang in der Leiste wieder eröffnet und so die Blutversorung des Herzens wiederhergestellt“, so Primarius Univ.-Prof. DDr. Georg Grimm. Durch diese Maßnahme konnte die Überlebensrate beim Herzinfarkt um über 50% gesteigert werden.
Nahezu alle Eingriffe am Herzen werden in Klagenfurt durchgeführt
Ist bei einer Herzerkrankung eine operative Therapie erforderlich, führt das Team der Abteilung für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie Bypass- oder Herzklappenoperationen durch. Viele Patienten können danach ein weitgehend normales Leben führen. Durch moderne Verfahren sind die Eingriffe für die Patienten zunehmend schonender. „Wir haben eine Herzklappen-und Bypass-Operation bei einer 94 Jahre alten Patientin erfolgreich durchgeführt“, so Primarius Dr. Wolfgang Wandschneider.
LKH Klagenfurt NEU: Künftig alle Bereiche in unmittelbarer räumlicher Nähe
Im künftigen LKH wird die intensive Zusammenarbeit der einzelnen Fachabteilungen noch weiter verstärkt. Die erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Einrichtungen werden sich in unmittelbarer räumlicher Nähe befinden. Direkt beim OP-Bereich wird es zwei Angiografieeinheiten geben und die Intensivstation wird gemeinsam mit der herzchirurgischen Intensivstation betrieben. „Das wird einen entscheidenden Vorteil in der akuten Versorgung bringen“, freuen sie die Abteilungsvorstände auf die künftigen Strukturen.
Tag der offenen Tür am 29.9.2009
Die vier Fachabteilungen laden am 29.9.2009 in der Zeit von 13 – 16 Uhr zu einem Tag der offenen Tür mit einer Poster – Infostraße sowie Führung durch die Abteilungen.
